Zum Inhalt springen

Brautschuh versteigern: Ablauf ohne peinliche Momente

3. November 2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurze Antwort: Das Brautschuh versteigern funktioniert am besten als kurzer, angekündigter Programmpunkt nach dem Eröffnungstanz oder nach dem Essen. Die Trauzeugen versteigern den Schuh der Braut, Gäste bieten mit Geldscheinen, und am Ende löst meist der Bräutigam den Schuh mit dem höchsten Gebot aus. Damit es lustig bleibt und nicht peinlich wird, braucht es drei Dinge: eine feste Zeit, eine vertraute Person, die das Geld sammelt und verwahrt, und eine Moderation, die nie sagt, wer wie viel gegeben hat. Unten: wann, wie die Gäste mitmachen, wer was macht und wie man es kurz hält.

Was ist der Brauch?

In vielen Regionen Deutschlands und Österreichs wird der Brautschuh "entführt" und versteigert; der Erlös geht in die Flitterwochen oder die gemeinsame Kasse. Verwandte Bräuche sind der Geldtanz, bei dem Gäste gegen einen Schein mit dem Brautpaar tanzen, und in osteuropäischen Familien das Anstecken von Geldscheinen. Manche Familien lieben das; andere finden es aufdringlich. Erwartet es niemand, könnt ihr es weglassen, ohne dass es auffällt.

Wann es in den Abend passt

Am besten, wenn alle noch sitzen und die Tanzfläche noch nicht voll ist: nach dem Eröffnungstanz oder wenn das Essen abgeräumt ist. Ganz am Ende sind viele Gäste schon gegangen, und der Rest wartet, obwohl er tanzen will. Tragt eine Uhrzeit in den Ablaufplan ein und gebt dieselbe Zeit an Moderation, DJ und Fotograf weiter.

So bleibt es kurz

  1. Feste Regeln ansagen: Startgebot, Schritte, Ende nach einem Lied oder fünf Minuten.
  2. Eltern eröffnen: ihr erstes Gebot zeigt allen, dass der Brauch willkommen ist.
  3. Tischweise sammeln: zwei Helfer gehen mit Körbchen durch die Reihen, statt dass alle nach vorne kommen.
  4. Klarer Abschluss: der Bräutigam löst aus, die Tanzfläche wird eröffnet.
Wie lange eine Versteigerung dauert, hängt nicht an der Gästezahl, sondern daran, ob es klare Regeln gibt.

Wer macht was

Was eine gute Moderation sonst übernimmt, steht im Ratgeber zum Hochzeitsmoderator.

Für die Gäste

Mitbieten ist freiwillig, und niemand sollte sich beobachtet fühlen. Jeder Betrag ist in Ordnung. Wer beim Geschenk insgesamt unsicher ist, findet Orientierung in wie viel Geld zur Hochzeit schenken.

Fotos von den Tischen

Die Versteigerung geht schnell, und der Fotograf erwischt nicht jeden Bieter. Die Gäste an den Tischen filmen dagegen die ganze Szene: die lachende Oma, die Cousins, die sich überbieten. Ein QR-Code auf den Tischen lässt sie diese Fotos und Videos ohne App in ein gemeinsames Album hochladen; so funktioniert es.

Fazit

Gebt dem Brauch einen festen Platz im Ablauf, sagt die Regeln an, lasst die Eltern eröffnen, bestimmt eine Person für das Geld und haltet Beträge vom Mikrofon fern. Dann dauert er ein paar Minuten, und der Abend geht weiter. Um jede Perspektive dieses Moments an einem Ort zu sammeln, erstellt euer Event.