Kurz gesagt: Ein Hochzeitstisch oder eine Wunschliste ist eine Liste dessen, was ihr wirklich braucht, damit eure Gäste nicht raten müssen. Stellt sie online, bevor die Einladungen verschickt werden, nehmt etwas mehr Wünsche auf, als ihr Haushalte eingeladen habt, verteilt die Preise von klein bis groß und teilt den Link auf eurer Hochzeitswebsite oder in der Nachricht zur Einladung, nicht gedruckt auf der Karte selbst.
Braucht ihr überhaupt einen Hochzeitstisch?
Viele Paare in Deutschland wünschen sich heute vor allem Geld, oft für die Flitterwochen. Eine Wunschliste lohnt sich trotzdem, wenn:
- ihr einen Haushalt neu aufbaut und nicht drei gleiche Toaster bekommen wollt,
- viele Gäste weit weg wohnen und das Geschenk lieber direkt zu euch schicken,
- ständig gefragt wird, was ihr euch wünscht. Ohne Liste raten die Gäste, und nicht alle raten gut.
Wenn ihr nichts braucht, genügt eine einzige Option für Geld oder Flitterwochen.
Wunschliste zur Hochzeit erstellen: fünf Schritte
- Rechtzeitig: Die Liste steht, bevor die erste Einladung rausgeht. Viele kaufen zwei bis drei Wochen vorher, die Planer unter euren Gästen schauen sofort nach der Save-the-Date-Karte.
- Größe nach Gästeliste: etwas mehr Wünsche als eingeladene Haushalte, damit auch Spätentschlossene noch Auswahl haben.
- Preise staffeln: kleine, mittlere und große Wünsche. Eine Liste nur mit teuren Dingen setzt Gäste unter Druck.
- Höchstens ein, zwei Shops: Listen auf fünf Seiten sind die häufigste Ursache für doppelte Geschenke.
- Gruppengeschenke zulassen: Einen teuren Wunsch als „gut für mehrere“ zu markieren, ist der höfliche Weg, ihn auf der Liste zu lassen.
Denkt die Liste zusammen mit dem Budget: Der Hochzeitsbudget-Rechner zeigt, was nach der Feier für den Haushalt übrig bleibt.
Höflich um Geld oder Flitterwochen bitten
Die Regel: eine Möglichkeit anbieten, keine Forderung stellen und nie einen Betrag nennen. Wie Gäste entscheiden, was sie schenken, steht in unserem Ratgeber wie viel Geld zur Hochzeit schenken; eure Liste soll ihnen diese Entscheidung nicht abnehmen.
„Dass ihr mit uns feiert, ist das schönste Geschenk. Wer uns trotzdem etwas schenken möchte, findet hier eine kleine Liste für unser Zuhause und unsere Reise.“ Zwei Sätze, kein Betrag, keine Pflicht.
Eine Flitterwochenkasse in benannte Bausteine zu teilen, etwa ein Abendessen oder ein Ausflug, wirkt deutlich herzlicher als eine nackte IBAN.
Wo teilt ihr die Wunschliste?
- Auf der Hochzeitswebsite: ein eigener Bereich „Geschenke“ neben Ablauf, Adresse und Unterkünften. So geht's: Hochzeitswebsite erstellen.
- In der Nachricht zur digitalen Einladung: eine kurze Zeile mit Link. Formulierungen findet ihr unter Hochzeitseinladung: was schreiben.
- Mündlich: Eltern und Trauzeugen sollten den Link kennen, denn viele Gäste fragen zuerst sie.
Nach der Hochzeit: wer hat was geschenkt?
Der Shop zeigt, wer was gekauft hat, aber Umschläge und Geschenke, die auf der Feier übergeben werden, verteilen die Übersicht. Bittet eine Person, die Geschenke auf der Feier zu notieren, führt in der Woche danach alles in einer Liste zusammen und schreibt eure Danksagungen daraus; Beispiele findet ihr unter Danksagung Hochzeit: Texte.
Am persönlichsten wird eine Danksagung mit einem Foto des Gastes vom Tag. Laden eure Gäste ihre Fotos per QR-Code in ein gemeinsames Album, müsst ihr diese Bilder nicht suchen; so funktioniert's.
Fazit
Ein guter Hochzeitstisch ist schnell erstellt: früh online, etwas länger als die Gästeliste, mit gestaffelten Preisen und höflich geteilt, nicht auf der Einladungskarte. Er schreibt niemandem etwas vor, er hilft nur denen, die schenken möchten. Für Danksagungen mit Fotos jedes Gastes könnt ihr jetzt euer Event anlegen und die Gästefotos an einem Ort sammeln.
