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Hochzeitswebsite erstellen: Anleitung in 5 Schritten

2. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurze Antwort: Eine Hochzeitswebsite ist eine kleine Seite, die alles bündelt, was auf die Einladungskarte nicht passt — eure Namen und das Datum, die Location samt Anfahrt, den Ablauf des Tages, das Menü, den Tisch jedes Gastes und das Fotoalbum. Ihr braucht weder Designer noch eigene Domain: Mit einem fertigen Tool steht sie an einem Nachmittag. Und gut ist sie nicht dann, wenn sie hübsch aussieht, sondern wenn der Gast auf dem ersten Bildschirm die drei Antworten findet, wegen derer er gekommen ist: wo, wann und was soll ich tun.

Braucht man wirklich eine Hochzeitswebsite?

Die gedruckte Einladung stellt genau eine Frage: Kommst du? Die Fragen in den Köpfen eurer Gäste sind deutlich zahlreicher. Gibt es Parkplätze? Wann beginnt die Trauung? Was ist der Dresscode? Fährt ein Shuttle? Darf ich die Kinder mitbringen? An welchem Tisch sitze ich? Jede dieser Fragen landet einzeln auf eurem Handy, und in der Woche vor der Hochzeit tippt ihr denselben Satz vierzigmal. Die Website verlagert diesen Verkehr auf einen einzigen Link, auf dem der Gast die Antwort selbst findet.

Der zweite Vorteil: Die Einladung wird änderbar. Steht auf der gedruckten Karte 15 Uhr und die Uhrzeit verschiebt sich, könnt ihr nichts mehr tun. Auf der Website ändert ihr die Zeit, der Link bleibt gleich, und alle sehen den aktuellen Stand. Der dritte Vorteil zeigt sich erst danach: Dieselbe Adresse wird zu dem Ort, an dem die Fotos eurer Gäste landen.

Welche Abschnitte gehören auf eine Hochzeitswebsite?

Sieben Abschnitte decken fast jede Hochzeit ab. Mehr macht die Seite nicht besser — es schiebt nur die gesuchte Information nach unten:

Die Aufgabe einer Hochzeitswebsite ist nicht, schön auszusehen. Sie soll euer Handy ruhig halten. Jeder Abschnitt, der eine Frage beantwortet, bevor sie gestellt wird, schenkt euch in der Hochzeitswoche eine Stunde zurück.

In fünf Schritten zur eigenen Seite

  1. Tool auswählen. Ihr schreibt keinen Code. Ein fertiges Tool übernimmt Adresse, mobile Darstellung und Hosting. Bei Wedding Memento entstehen beim Anlegen eures Events die Hochzeitswebsite und der QR-Code für die Foto-Uploads im selben Dashboard — nachzulesen unter so funktioniert es.
  2. Adresse festlegen. Namen plus Jahr ist das sicherste Muster: lena-und-jonas-2026. Kurz, lesbar und am Telefon diktierbar.
  3. Texte und Titelbild einfügen. Ein Titelbild und ein paar kurze Absätze genügen. Zwanzig Fotos machen die Seite langsam; ein einzelnes Bild vom Paarshooting wirkt deutlich besser.
  4. Ablauf und Menü ausfüllen. Tragt Uhrzeiten ruhig ungefähr ein, bevor alles final ist, und aktualisiert später. Ein leerer Abschnitt erzeugt mehr Rückfragen als ein nachträglich korrigierter.
  5. Testen, dann veröffentlichen. Öffnet den Link zuerst auf eurem eigenen Handy, dann auf dem einer Freundin. Funktioniert der Kartenlink, stimmt das Datum, öffnet sich die Upload-Seite? Öffentlich wird die Seite erst, wenn ihr sie freigebt.

Wie sammelt man die Zusagen am besten?

Ein offenes Zusageformular auf der öffentlichen Seite wirkt bequem, schafft aber zwei Probleme: Ihr könnt eine Antwort weder der eingeladenen Person noch der Zahl der reservierten Plätze zuordnen, und je weiter der Link kreist, desto mehr Zusagen von Leuten sammeln sich an, die nie auf der Liste standen. Sauberer ist es, jeder Person auf eurer Gästeliste ihren eigenen Einladungslink zu schicken. Die Antwort wird direkt beim jeweiligen Gast vermerkt, und die Zahl, die ihr der Location nennt, stimmt am Ende. Wie ihr die Liste von Anfang an richtig aufbaut, steht in unserem Beitrag Gästeliste erstellen.

Wann sollte die Seite online gehen?

Faustregel: kurz bevor die Einladungen rausgehen. Wenn ihr Save the Dates verschickt, sollte die Seite früher stehen — sechs bis acht Monate vorher — auch wenn dort nur Datum, Stadt und "Details folgen" steht. Diesen Zeitplan haben wir in Save the Date: was ist das ausführlich beschrieben. Wenn die Einladungen ankommen, sollten Ablauf, Menü und Location vollständig sein; unser Beitrag wann Hochzeitseinladungen verschicken nennt die Termine Woche für Woche.

Wie kommt die Seite zu den Gästen?

Drei Kanäle reichen. Erstens der Link selbst: Eine WhatsApp-Nachricht erreicht Hunderte Menschen und bringt mit Abstand die meisten Klicks. Zweitens die Einladung: Auf die Rückseite der gedruckten Karte oder unter das digitale Einladungsbild könnt ihr einen QR-Code zur Website setzen — die Details stehen in unserem Beitrag zur digitalen Hochzeitseinladung mit QR-Code. Drittens die Tischkarten am Abend: Dieser QR-Code führt direkt zur Upload-Seite, denn nachts tippt niemand freiwillig eine Adresse ab.

Allen drei Wegen ist eines gemeinsam: Der Gast lernt die Seite vor der Hochzeit kennen und kehrt am Abend dorthin zurück, wo er Fotos ohne App-Installation hochlädt. Eine vertraute Seite erreicht eine deutlich höhere Beteiligung als ein System, das erst um 22 Uhr zum ersten Mal auftaucht.

Vier typische Fehler

Fazit

Eine Hochzeitswebsite vereint Einladen, Informieren und Erinnerungen sammeln in einem einzigen Link — sieben Abschnitte und ein Nachmittag genügen. Welcher Tarif die Hochzeitswebsite enthält, seht ihr auf unserer Preisseite; für Website und Foto-QR-Code in einem Schritt legt einfach euer Event an.